Druidenseele - Sliochd

Traum-Panda

Rezension von BluestoneBlog

 

Mit Sliochd endet die Druidenseele-Triologie und daher möchte ich nicht nur über das Buch, sondern auch über die ganze Reihe ein paar Worte verlieren. Aber eins nach dem anderen.

 

Niall ist in die Welt der Menschen zurückgekehrt, um dort den kleinen Lugh unter modernen Bedingungen auf die Welt zu bringen, und sie hat Martin einiges zu erklären. Doch der Frieden soll nicht lange halten. Mit dem Wissen einer Revenant und der Begegnung mit einem Banshee bahnt sich eine letzte große Reise für die Druidin an, die alles bisher in den Schatten stellt.

In dieser Reise verbindet Tina noch einmal alles, was man in den ersten beiden Bänden erfahren hat. Orte, Charaktere, Beziehungen und Konflikte werden alle noch einmal mit neuen Elementen verwebt, um eine spannende Geschichte und ein wundbares Finale der Reihe zu bilden.

 

Die fortlaufende Geschichte ist somit zugleich auch ein Rückblick auf die beiden anderen Bände. Auf die Beziehungen zwischen Niall und Tiw, Niall und Engilger und ihr Kind, auf die Freunde, die sie in beiden Welt gefunden hat und die Orte, die sie gerade in der Anderswelt schon kennt. Zugleich erfährt man auch viel Neues über sie. Mir hat es beim Lesen sehr gefallen, noch einmal daran erinnert zu werden und im Gesamten einen besseren Überblick über die Welt zu gewinnen und wie alles zusammenhängt.

 

Doch ist es natürlich nicht nur spannend, über die Vergangenheit mehr zu erfahren, sondern die Reise ist darüber hinaus voller Gefahren und spannenden Wendungen, die sich gegen das untypische Grüppchen stellen. War das Trio aus Revenant, Mensch und Gnom im ersten Teil schon ungewöhnlich, so übertrifft sich Tina hier noch einmal.

 

Diese Kombination aus dem neuen Wissen, das Niall und auch man selbst im Laufe der Reise erlangt, die vielen gefährlichen aber auch fantastischen Dinge, die Geschehen und der ungewöhnlichen Gruppe, die sie erlebt und um die es lange Zeit auch gehen soll, ergibt sich eine sehr spannende und faszinierende Reise, die in einem großen Finale und einem sehr schönen und abgerundeten Ende mündet. So schade es auch ist, dass die Trilogie mit diesem Band, so hat man doch das Gefühl, es wurde alles erzählt und man kann die Charaktere jetzt allein lassen ihr Leben führen lassen, so wie es sein soll.

 

In diesem Band, aber natürlich auch in der ganzen Trilogie, wird viel das Thema Liebe und auch Liebe teilen können thematisiert. Sowohl Tiw als auch Engilger wurden intensiv vorgestellt, in ihrem Charakter, aber auch in ihrem Leben zusammen mit Niall. Damit kann man sehr gut für sich entscheiden, wer wie zu Niall passt und ob man sich für einen von beiden entscheidet oder es den Alten Regeln gleichmacht und beide für sie als passend erachtet. Die Liebe, wie Tina sie beschrieben hat, war bei beiden sehr intensiv und fühlbar, im rein emotionalen wie auch körperlichen. Neben dem keltisch-mystischen Aspekt glänzt für mich die Trilogie gerade in diesem Aspekt.

Götter, keltische Völker und ihre ganze Kultur und Mythologie werden in Druidenseele zusammengebracht in einer großen Welt. Ihr gegenüber stand immer die Welt der Menschen, zu der Niall noch immer gehört und auch Lugh die Verbindung schlagen soll. Obwohl beide so unterschiedlich sind, haben sie doch den jeweils anderen eine große Faszination und viel zu entdecken. Die Faszination, gerade für die Anderswelt und damit verbunden den Kelten, steckte mich auf jeden Fall an und ich werde mich auch über das Buch hinaus damit beschäftigen.

 

Man begegnet einer Vielzahl ganz unterschiedlicher Charaktere, die alle auf ihre Art im Gedächtnis bleiben. Gerade Niall macht dabei auch eine große Entwicklung durch, als sie in ihre neue Rolle und die neue Welt langsam hereinwächst. Sie dabei zu beobachten und ihre Gedanken zu teilen, machte sie sehr glaubhaft und war auch nie zu schnell oder überstürzt gewesen. Über alle drei Bände zieht sie sich langsam und stetig und auch die Menschen um sie herum werden beeinflusst, wie man es schon an Engilger sehr gut sehen kann, und man versteht auch warum.

 

Als letztes bleibt aber natürlich ein Charakter besonders im Gedächtnis, der sich vom eigentlich Nebencharakter zum heimlichen Star entpuppte, Ban. Der kleine giftige Gnom wächst einem mit seiner ganzen Art schnell ans Herz und wird zum ständigen Begleiter durch die Bände.

 

Alles in allem kann ich jedem Fantasy-Fan die Druidenseele-Triologie nur ans Herz legen. Es ist eine wundervolle Kombination aus mystischer Fantasie, der faszinierenden Kultur der Kelten und einer Menge Liebe und Freundschaft. Ich habe es sehr genossen und bin froh über die Reihe gestoßen zu sein. Ich freue mich auch schon mehr darauf, noch mehr von der Autorin zu lesen und zu schauen, wie sie ihr Talent in anderen Geschichten zum Einsatz bringt.

 

4.7 Sterne bei 12 Bewertungen

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